Intrinsische und extrinsische Motivation

Vielleicht bist du gerade hier, weil du unter Motivationsschwankungen leidest oder demotiviert bist. Wenn du weißt, was Motivation ist, kannst du Motivationsfaktoren und -Tipps anwenden.

 

Was ist Motivation? Hier ein paar Beispiele:

Motivation entsteht unter anderem durch Bedürfnisse. Maslows Bedürfnispyramide zeigt verschiedene Ebenen und Facetten der Motivation. Fehlen Grundbedürfnisse wie Schlaf, Kontakte und eine gute Ernährung, wird sich der Körper holen, was ihm zusteht:
 
Bedürfnispyramide nach Maslow | Maslowsche Bedürfnispyramide. Grafische Darstellung unserer Bedürfnisse, um Bedürfnis- und dadurch Motivationsfaktoren zu erkennen

 

Wir können für verschiedene Lebensbereiche unseren Körper und Geist in Einklang bringen.

Körper und Geist arbeiten zusammen und können beide motiviert werden. Der Geist wird durch deine Gedanken, Ziele und Sorgen bestimmt, während hingehen der Körper durch Reize wie Hunger, Durst oder Bewegungsdrang beeinflusst wird.

  • Geistiges Ziel = Fitter werden
  • Körperliches Ziel = Bewegung

Du kannst zum Beispiel den Weg der Motivation von innen nach außen wählen. Auf diese Weise kannst du den Start in deinem Denken setzen und deinen Körper in Ausgleich dazu bringen. Sprich den Körper dem Geist folgen lassen. Genauso ist es auch andersrum möglich.

Möchtest du zum Sport gehen, kriegst dich aber nicht dazu motiviert, dann setze dich mit den Zielen und Möglichkeiten auseinander, um dich gedanklich für den Sport zu motivieren. Gehe ins Gym und beobachte, wie du dich anschließend fühlst.

Im seltensten Fall wirst du dir denken „Wäre ich mal zu Hause geblieben“. Zumindest konnte ich dies bei mir feststellen.

 

Wie entsteht Motivation

Unsere Motivation wird durch Motive, Bedürfnisse und Anreize bestimmt. Sie geben vor, weshalb wir etwas tun oder eben nicht. Unsere Handlungen lassen sich auf Motive zurückführen.

Ein Motiv kann zum Beispiel das Leistungsmotiv sein. Es zielt auf das Erleben der eigenen Kompetenz ab. Du möchtest zum Beispiel deine Ausdauer steigern, um beim nächsten Marathon voll durchzustarten!

Es gibt Hunderte Motive. Die drei Grundmotive sind:

  • Leistungsmotiv = Fähigkeit und Kompetenz steigern. Hoffnung auf Erfolg
  • Machtmotiv = Bedürfnis nach Kontrolle, Verantwortung, Einfluss, Stärke, Ruhm oder Überlegenheit
  • Anschlussmotiv = Erfolgsgefühl bei sozialem Anschluss (Sozial eingebunden fühlen)
 
Anreize: Alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, wird als Reiz bezeichnet. Reize, auf die wir anspringen, also auf die wir mit einem Verhalten reagieren, werden als Anreize bezeichnet. 
 
Möchte man sich motivieren oder sein Verhalten ändern, müssen die einzelnen Faktoren Motive, Bedürfnisse und Anreize analysiert und verändert werden.

Arten der Motivation. Extrinsische und Intrinsische Motivation in kurzen Stichpunkten beschrieben:

Intrinsisch (Personenfaktor)
  • Von innen heraus
  • Eigenmotivation
  • Spaß
  • Sinnhaftigkeit (Dein Warum)
  • Eigene Werte
  • Selbstverwirklichung
  • Hobbys, Kunst, Kreativität 

 

Extrinsisch (Umweltfaktoren)

  • Entsteht durch äußere Faktoren
  • Finanzielle Anreize (Lohn)
  • Reichtum, Macht
  • Belohnungen
  • Lob, Anerkennung und Wertschätzung
  • Erwartungen anderer Menschen
  • Angst, Konsequenzen und Nachteile
  • Soziale Zugehörigkeit und Status

 

Der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation erklärt:

Intrinsische Motivation beschreibt die aus sich selbst entstehende Motivation, sich einer Sache zu widmen, weil man interessiert ist, Spaß daran findet sie herausfordernd oder als sehr sinnvoll betrachtet. Wir können problemlos über eine lange Zeit an einer Sache arbeiten. Es ist die Freude und der innere Antrieb, sich dieser Sache zu widmen.
 
Man kann es wie eine Leidenschaft sehen, mit der man sich stunden oder tagelang beschäftigen möchte. Es braucht keine Form von Belohnungen und äußere Faktoren, die den Antrieb setzen. Intrinsisch motivierte Menschen möchten eine Sache tun und sich diesem ganz verschreiben. Und das aus eigenem Vergnügen.
 
Extrinsische Motivation hingehen ist der Gegenspieler der intrinsischen Motivation. Hier wird der Antrieb durch äußere Umweltfaktoren gesetzt. Angst vor Kündigung, finanzielle Anreize oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sind externe Motive. Den Unterschied können wir an einem Beispiel sehr einfach darstellen:
 
Ein intrinsisch motivierte Mensch wird sich bei seiner Jobsuche nach einem Beruf, an dem er interessiert ist, einen Sinn sieht oder Spaß bereitet orientieren.
Ein extrinsisch motivierter Mensch hingegen wird sich beispielsweise nach den anschließenden Verdienstmöglichkeiten und den Meinungen seines Umfeldes (z. B. seiner Eltern oder Freunde) richten.
 
Beide Motivationsarten schließen einander nicht aus. Wir können zum Beispiel einer Tätigkeit nachgehen, die uns einen Sinn gibt und interessiert, während Umfeldfaktoren gegeben sind oder als Anreiz für unser Leistungskriterium gelten.
 
Die Ausübung einer Tätigkeit nur nach äußerer oder finanzieller Belohnung wird die intrinsische Motivation beeinträchtigen, weil die Identifizierung zur Tätigkeit nicht oder nur wenig gegeben ist. Herausragende Leistungen entstehen durch die Verbindung oder Leidenschaft zu einer Tätigkeit.

Wie kannst du deine Motivation fördern?

  • Verdeutliche den Sinn deiner Arbeit
  • Mehr Spaß bedeutet weniger Stressempfinden
  • Die richtige Stimmung oder Atmosphäre kann große positive Veränderungen mit sich bringen
  • Finde tägliche Motivation auf Sozialen Medien durch Zitate, Motivationsvideos oder inspirierende Menschen und Bilder

 

Mit Vorsicht vor:

  • Mangelhafter Kommunikation im Beruf oder Alltag
  • Einer dauerhaft pessimistischen Einstellung
  • Permanentem Druckgefühl
  • Verschwendeter Zeit oder unrealistischen Erwartungen
  • Unklarer Zielsetzung

Deine Gedanken können ein Auslöser für Demotivation werden, in dem dein innerer Dialog vielleicht so aussieht:

  • Ich schaffe es nicht…
  • Ich mache nur Fehler…
  • Wie soll ich anfangen…?
  • Es ist noch nicht perfekt…
  • Ich muss.. ich muss.. ich muss..
  • Es muss perfekt sein. So gut wie möglich reicht mir nicht…

 

Es gibt zahlreiche Motivationskiller. Viele schwirren vielleicht auch in deinen Gedanken umher. Aber auch zahlreiche Motivationsstärker, die antreiben:

  • Genau jetzt ist die Zeit zum Handeln
  • Ich werde nicht aufgeben!
  • Ich werde gewinnen!
  • Ich schaffe das!
  • Das habe ich verdient!
  • Ich habe alles, dass es dazu braucht!
  • Meine Ziele, meine Strategie und meine Geduld sind auf meinen Weg ausgerichtet
Wir leben unser Leben meist von innen nach außen. Das, was unsere Gedanken als richtig und falsch sehen, übertragen wir auf unser Leben und unsere äußere Umwelt. Ist bereits eine negative Grundhaltung zu einem Beruf, einem Projekt oder einer Selbstständigkeit gesetzt, stehen die Handlungen im Bezug zu dieser Sache in einem negativem Licht. Genau deswegen ist es wichtig, uns mit unserem Beruf oder Vorhaben identifizieren zu können, um den Spaßfaktor und gleichzeitig großen Motivationsfaktor nicht außer acht zu lassen. 
 
Wieso gibt es Menschen, die ehrenamtlich für keinen einzigen Cent an einer Sache arbeiten? Es ist die Freude am Tun und der Tätigkeit selbst, die die Zufriedenheit schafft. Die Freude, etwas Positives oder aus eigener Sicht Wichtiges zu vollbringen.
 

Ließ unseren Beitrag „Wer bin ich, was will ich wirklich und wohin?“, um wichtige Erkenntnisse zu erzielen, damit du deinen Weg im Leben findest und gehen kannst.

 

Fazit:

Alleinig auf einen extrinsischen Anreiz zu setzen ist keine langfristige Lösung. Ein Job, der dir mit einem Nettoeinkommen von 2.000 € keinen Spaß gemacht hat, wird dir mit einem Gehalt von 4.000 € auch keinen Spaß machen, weil sich Rahmenbedingungen und der innere Bezug zur Tätigkeit nicht verändern.
Themen, die mich selber beschäftigen oder interessieren, schenken mir Erfahrungen, in dem ich mich mit ihnen auseinandersetze und anschließend Veränderungen in mein Leben bringe. Jeder von uns durchlebt mal eine demotivierte Lebensphase.
 
Motivation stelle ich mir wie ein Handyakku vor. Motivation braucht Energie, gibt aber auch Energie. Wir können unsere 100 % Energie einteilen und mit ihr Handeln, während wir unsere Ziele verfolgen. Allerdings stehen uns täglich nur die 100 % Energie zur Verfügung, da wir auch unsere Grundbedürfnisse wie z. B. schlaf stimulieren müssen.
 
  • Wie setze ich meine Energie ein?
  • Welche Energiefresser sind überflüssig und benötigen weniger Aufmerksamkeit?
  • Wieso bin ich für das eine motiviert und das andere demotiviert?
  • Welche Personen- und Umweltfaktoren gibt es im Bezug auf die Tätigkeit und welche können es in Zukunft sein?
  • Wie stehen diese Faktoren im Bezug zu mir und meiner Tätigkeit?
 
Alles Fragen, die mir die Antworten gegeben haben, nach denen ich gesucht habe, um meine momentane Situation zu verstehen und zu ändern.
 
Ich hoffe, dass dir der Beitrag umfassendes Wissen geben konnte oder du dein inneres Feuer jetzt neu entfachen kannst. Wenn du gerne erfahren möchtest, wie du mit Stress oder negative Emotionen umgehen kannst, findest du hier unser eBook

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