Gelassenheit lernen: 7 Tipps für Ausgeglichenheit

Gelassenheit lässt sich trainieren

Stress ist ein weltumfassendes Gefühl, das jeder von uns aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und durchlebt. Ob im Berufsleben, im Kampf die eigenen und die Erwartungen der Familie zu erfüllen und vor allem in Beziehungen. Du weißt selbst am besten, wann du in Stress gerätst. Dabei wirst du wahrscheinlich, wie die meisten anderen den Stress ausblenden und weitermachen. 

Du kannst bestehenden und kommenden Stress verstehen und Maßnahmen ergreifen, in Gelassenheit zu reagieren. Denn deine eigene Reaktion in Stresssituationen ist einzigartig. Kein anderer Mensch reagiert eins zu eins so, wie du es tust.

Bist du dir und deinen individuellen Spannungen und Sorgen bewusst? Wir alle durchleben Zeiten, die herausfordernder und stressiger sind. Genau deswegen ist es wichtig, deine eigene Technik zu entwickeln, mit der du deine Selbstruhe stärkst.

 

Gelassenheit lässt sich lernen und trainieren. Auf dem Bild ist eine junge Frau zu sehen, die auf dem Sofa Kaffe trinkt und gemütlich ein Buch dazu liest. Sie ist Ausgeglichen

Was bedeutet Gelassenheit?

Das wahren der inneren Ruhe und die innere Einstellung selbst in schwierigsten Situationen die Fassung zu bewahren. Unvoreingenommen in entspannter Haltung. 

Gelassenheit im Alltag bedeutet nicht. den ganzen Tag mit einem Lächeln durch die Welt zu laufen und alles zu bejahen. Es bedeutet auch nicht auf Herausforderungen gleichgültig zu reagieren.

Gelassenheit ist das Gegenteil von Unruhe, Angespanntheit, Nervosität und Stress.

 

Wie sieht Gelassenheit im Alltag aus?

Dir wird mit Sicherheit die Fahrt zur Arbeit bekannt sein, in der du die Schleicher oder den Lkw vor dir nicht überholen kannst, um pünktlich oder schnell zur Arbeit zu kommen. Ein gelassener Mensch denkt sich „Ahh, dann kann ich noch zwei, drei weitere Lieder hören, bevor mein Arbeitstag beginnt.“

Aufregung lohnt sich in vielen Fällen nicht. Diese Erkenntnis ist die Grundlage der Gelassenheit. Etwas das Geschehen ist, kann die Aufregung nicht ungeschehen machen. Häufig reagieren wir auf Kleinigkeiten in einem viel zu großen Ausmaß und schaden uns selbst oder sogar unserem Umfeld. Wenn wir gelassen reagieren, bieten wir uns selbst viel mehr Möglichkeiten in unseren Handlungen. Wir können zum Beispiel über Handlungen nachdenken und gezielt notwendige Schritte anwenden. Dadurch verbrauchen wir weniger Energie als bei emotionalen oder unüberlegten Handlungen. Ein dickes plus für die Gesundheit und Lebensqualität. 

 

Vorteile der Gelassenheit 

  • Konstruktiver Umgang mit Stress, Kritik, Angriffen oder Ablehnung
  • Stressreduzierung
  • In Rückschläge wird die Lehre gesucht
  • Leichtere Kommunikation durch innere Sicherheit 
  • Soziale Beziehungen verbessern
  • Man selbst bleiben
  • Äußere Einflüsse nehmen weniger Einfluss
  • Genuss des Lebens

 

 

Es gibt verschiedene Wege zur Gelassenheit. Wir zeigen dir einige Möglichkeiten:

 

Lerne Entspannungstechniken

Entspannungsübungen können fast überall durchgeführt werden und reduzieren innere Spannungen. Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven Entspannungstechniken. Das, was dem einem gefällt und hilft, wird nicht zwangsläufig dem anderen gefallen und helfen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Techniken, um zur Ruhe zu kommen. 

Zu passiven Entspannungstechniken gehören alle Maßnahmen, bei denen der Entspannende entspannt:

  • Massagen
  • Saunagänge
  • Schlafen
  • Musik hören
  • Lesen
  • Ein heißes Bad

 

Zu aktiven Entspannungsübungen gehören Maßnahmen, bei denen der Entspannende hingegen aktiv etwas zur Entspannung beiträgt:

  • Spazierengehen
  • Sportreiben
  • Atemübungen
  • Meditieren
  • Imagination
  • Etwas tun, das Freude bereitet

 

Es ist wichtig, sich regelmäßig Zeit für Ruhe und Entspannung zu nehmen. Viel zu häufig kommt Entspannung durch das Argument „Ich hab dafür keine Zeit“ zu kurz. Ist dein Körper entspannt, gleicht sich dein Geist dem an. Ist hier etwas bei, das dir Entspannung bringt? 

 

 

Entscheide dich bewusst

Deine Handlungen liegen in deinen Händen. Du kannst dich bewusst für oder gegen etwas entscheiden. Etwas in dein Leben aufnehmen, aber auch etwas aus deinem Leben entfernen. Du kannst dir somit Gelassenheit erlauben. Es ist die wichtigste Entscheidung zur Gelassenheit.

 

Menschen halten an Wut und Ärger fest 

Was bringt uns dazu, an negativen Gefühlen festzuhalten? Es sind Angewohnheiten und Routinen, denen wir folgen. Wie wir aufgewachsen sind, wie uns beigebracht wurde zu handeln und eigene Erfahrungen sind Gründe des natürlichen Umganges mit Situationen und unseren Gefühlen. Auch die Entscheidung, mit Gefühlen so umzugehen, wie wir es tun, ist eine Angewohnheit, in der eventuell schon lange gehandelt wird.

Unser Gehirn weist jeder Information eine Emotion zu. Die Lösung besteht darin, zu erkennen, welchem Muster die Emotionen folgen. Wenn dies aufgeschlüsselt wird und auf die Signale des Körpers aufmerksam geachtet wird, kann der Kreislauf durchbrochen werden. Wir finden neue Möglichkeiten aus alten Angewohnheiten, um mit Situationen und Gefühlen umzugehen.

 

Du kannst dich bewusst für eine positive Einstellung entscheiden 

Denn oft ist es unsere Einstellung und Überzeugung, die zwischen uns und dem steht, was wir sind und sein möchten. Es ist unser Geist, der unsere Grenzen festlegt. Erlerne dein Bewusstsein für dich, deine Handlungen und Glaubenssätze zu erweitern und erweitere deine Möglichkeiten und Blickwinkel im und auf das Leben.

Bei der Entscheidung für eine positive Einstellung kann es nahe liegen, sich auch für lösungsorientiertes Handeln zu entscheiden. Anstatt dich überwältigen zu lassen, hilft dir der lösungsorientierte Blick auf deine Möglichkeiten zur Lösung. 

 

 

Verstehe Stress, dessen Ursprung und verbessere deinen Umgang mit diesem Herausforderer

Wir haben einen Kurs zur Stressbewältigung und zum Umgang mit negativen Emotionen erstellt. Du kannst dich durch verschiedene Lektionen lesen, um dich in deinen Handlungen zu reflektieren, deinen Stress zu verstehen, diesen umzuformen und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Die Inhalte zum Teil „Umgang mit negativen Emotionen“ ist identisch aufgebaut. Hier findest du einen Auszug aus dem Teil zum Umgang mit negativen Emotionen. Lektion 3 - Umformen:

Was kannst du mit deinen negativen Emotionen machen? Ist es richtig, deine Emotionen zu ignorieren und somit auszublenden? Hattest du zuvor einen Einblick in den Umgang mit diesen Emotionen? Hier erhältst du Möglichkeiten, um dir einen Einblick zu verschaffen.

 

1. Negative Emotionen sind ein Warnzeichen, das häufig ein Fehlalarm ist. Sobald diese Emotionen auftauchen, kannst du dir folgende Fragen stellen:

Bin ich in Gefahr? Bin ich wütend? Werde ich zu Unrecht schlecht behandelt?

Du kannst nach dem Warum hinter diesem Alarm suchen. Wenn du dich hierfür entscheidest, lenke deine Aufmerksamkeit auf die Situation. Musst du wirklich handeln? Kannst du den Dingen stattdessen einfach ihren Lauf nehmen lassen? Muss eine Maßnahme ergriffen werden?

 

Zwei Menschen sind zu sehen. Der eine reagiert bei einem Fehlalarm mit Gelassenheit während die andere Person nervös wird

 

Persönlicher Tipp: Mir hat folgende Frage stets geholfen:

Wie wichtig ist das Ganze in einem Monat? Unwichtig? Dann ist diese Situation es nicht wert meinen schönen Tag für einen Moment zu trüben. Wahrscheinlich muss ich nicht einmal handeln und die Situation löst sich von selbst.

Dabei finde ich es sehr interessant, das Warum in der Handlung der gegenüberliegenden Person zu hinterfragen. Ganz für mich selbst. Es hilft mir, die zwischenmenschliche Beziehung, aber auch die Person besser zu verstehen. Wenn diese Person immer wieder ein Auslöser für negative Emotionen ist, kann ich Maßnahmen ergreifen, um den Umgang mit dieser Person und den entstehenden Situationen einfacher zu bewältigen.

Hierdurch kannst du verstehen, was genau in diesem Moment passiert. Wenn du dir einer Situation bewusst wirst, kannst du auch bewusst handeln und nicht den Emotionen die Macht über deine Handlungen überlassen.

 

2. Ist die Emotion von Angst getrieben? Befinde ich mich wirklich in Gefahr? Oder ist es die Angst, dass ich nicht die Reaktion von einem Menschen erhalte, die ich erwartet habe?

Es gibt Ängste, die es wert sind, deine Aufmerksamkeit auf sie zu richten. Es gibt ebenfalls auch Ängste, die es nicht wert sind. Was wird im schlimmsten Fall passieren und wird es dein gesamtes Leben beeinträchtigen

Viele Menschen treffen Entscheidungen, wenn sie von Angst getrieben werden. Diese Entscheidungen können sich im Nachhinein als unpassend herausstellen. Angst ist notwendig, um zu wachsen. Sie holt dich aus deiner Komfortzone und bedrängt dich, Fortschritte zu machen. Das funktioniert allerdings nur, wenn du bereit bist, emotionale Erfahrungen zu machen und anzuregen. Dies ist die Ebene der Gefühle. Die Ebene der Gedanken hilft dir, dich selbst besser zu verstehen, besser nachzudenken, besser zu planen und bewusster zu entscheiden und deine Werte in deinen Entscheidungen zu reflektieren.

Hilft dir dieser kleine Ausschnitt bereits weiter? Wie sieht es mit dem persönlichen Tipp aus? Hast du eigene oder ähnliche Methoden?

 

 

 

Überblick bewahren

Den Überblick zu bewahren ist wichtig. Wer den Überblick bewährt, wird auf Umwege und neue Herausforderungen entspannter reagieren. Du kannst Möglichkeiten finden oder dir ausdenken, um den Überblick zu bewahren. 

Schreibe alles auf und gehe deine Notizen durch. Lege täglich drei Aufgaben fest, die du auf jeden Fall erledigen möchtest. Du erhältst dadurch

  • Fokus
  • Übersicht 
  • Einen klaren Kopf

Es sind häufig die einfachen Dinge, die so offensichtlich und einfach sind und uns zu unseren Zielen führen. Aber sie geraten dennoch in Vergessenheit. Wenn du eine Orientierungshilfe oder Vorlage benötigst, findest du hier unser Erfolgsjournal und Vision Book.

 

 

Ausreichend Schlaf

Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens schlafend. Jedoch hat der Schlaf für jeden von uns eine andere Priorität. Schlafmangel führt zu Unkonzentriertheit, Schlappheit und Reiz. Mediziner empfehlen 7-8 Stunden Schlaf. Ausgewogener Schlaf bringt hingegen viele Vorteile mit sich:

  • Körper und Geist regenerieren sich
  • Erhöht die Zufriedenheit
  • Reduziert das Risiko von Krankheiten
  • Stärkt unsere Abwehrkräfte
  • Verbessert Aufmerksamkeit, Motivation, Konzentration, Kreativität 

 

 

Soziale Kontakte

Wenn du alleine mit Problemen oder Ängsten haderst, ist die Gefahr groß, dass sie immer größer scheinen. Sprich mit Freunden oder Familienangehörigen über deine Anliegen. Es entspannt und verhilft zu einer klaren Wahrnehmung. Du überprüfst deine Wahrnehmung und kannst feststellen, ob du harmlose Dinge für schlimm empfindest. 

 

 

Sei akzeptierend

Wenn du in der Lage bist, Fehler als Normal anzusehen und sie zum Leben gehören, trägst du bereits sehr zur Gelassenheit bei. Fehler passieren, ob wir uns aufregen oder nicht. Ob wir sie vermeiden möchten oder nicht. Durch Akzeptanz und Toleranz von Fehlern können wir geduldig mit ihnen umgehen.

Denke auch daran: Deine Realität ist nicht zwingend die des anderen. Sei dir bewusst, dass jeder von uns die Welt durch seine eigenen Augen erlebt. Du wirst den Grund hinter vielen Handlungen deiner Mitmenschen nicht kennen. Natürlich musst du dir nicht alles gefallen lassen. Aber es lohnt sich nicht, in Unruhe zu geraten, wenn du nicht einmal die Gründe kennst. Häufig hat die Art der Handlung uns gegenüber nicht immer direkt etwas mit uns zu tun. Handlungen unserer Mitmenschen führen häufig zu Situationen oder Konflikten, in denen sich Mitmenschen befinden, zurück. 

 

 

Fazit

Wir Menschen folgen häufig Denkmustern, Gewohnheiten und Routinen. Entscheidest du dich für Gelassenheit, kannst du daraus eine Gewohnheit machen, um sie in dein Leben und Alltag aufzunehmen. Gelassenheit ist viel mehr als nur die Leichtigkeit. Sie verhilft uns im Alltag auf Begegnungen und Herausforderungen angemessen zu reagieren. 

Ibo von Rising Life Books

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